Hallo du Liebe!

Seit Corona beschäftige ich mich vor allem mit dem Thema „Digitaler Minimalismus“, ein Bereich, den ich bisher aus meinen Minimalismus-Aktivitäten weitestgehend rausgehalten hatte. Doch als mir Woche für Woche mein Handy sagte, dass ich über 4 Stunden pro Tag mit ihm Zeit verbrachte, stellte sich mir die Frage: nutze ich meine Zeit wirklich bewusst?

Und schon stand die nächste 30-Tage Challenge an: keine digitalen Apps oder Programme, inklusive Netflix und What´s app – eine erholsame Erfahrung. Aber plötzlich fragte ich mich: was mache ich denn nur mit diesen neu-gewonnenen 4 Stunden pro Tag?

In dem Buch „Digital Minimalism“, welches zu der 30 Tage-Challenge inspiriert, gibt es zum Glück jede Menge Ideen zu dem Problem der bewussten Beschäftigung. Denn das Schwere ist nicht, Facebook und Co nicht mehr zu benutzen. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, die Zeit mit sinnvollen Aktivitäten zu füllen (oder auch mal wirklich nichts zu machen). Einer meiner Lieblings-Tipps dabei ist:

Jede Woche etwas selber bauen oder etwas reparieren.

Dieser einfache Tipp war ein großer Durchbruch für meinen Alltag. Ich wusste zwar bereits, welch Zufriedenheit die Arbeit mit den Händen hervorrufen kann, doch fiel es mir schwer, diese wirklich sinnvoll in meinen Alltag zu integrieren. Etwas bauen oder reparieren bracht plötzlich völlig neue Möglichkeiten und Ideen mit sich. So reparierte ich meinen Badezimmerabfluss, der bei einer Reinigung zufällig kaputt ging, nähte endlich ein Kleidungsstück um, topfte alle meine Pflanzen und den Balkon neu um und auch das Fensterputzen zählte ich mal großzügig dazu. Nachdem dann aber alles repariert und erledigt war, was ich teilweise vorher Monate vor mir hergeschoben hatte, suchte ich verzweifelt nach einem neuen Projekt. 

Diese Woche fand ich es: ich stöberte in einem Second Hand-Laden und fand eine schöne alte Garderobe, die einen neuen Anstrich gut gebrauchen konnte und nahm sie spontan mit. Dazu besorgte ich mir Schleifpapier und nun bin ich fleißig dabei, diesem alten Schmuckstück ein neues Leben zu geben. 

Jede Woche etwas selber bauen oder reparieren hebt neben dem Fokus auf die Handarbeit auch das Thema Nachhaltigkeit hervor. Jetzt betrachte ich die Gegenstände in meiner Wohnung mit anderen Augen. Wo ich vorher leichtsinnig gesagt hätte: ist kaputt, kann weg, stelle ich mir jetzt die Frage: kann ich es reparieren oder umfunktionieren? Zudem nehme ich mir mehr Zeit bei den Reparaturen und betrachte sie nicht mehr als lästig (den kaputten Abfluss), sondern als neue Herausforderung und eine schöne Zeit für mich. 

Probier es doch mal aus: was kannst du diese Woche bauen oder reparieren? Und wie fühlt es sich an, wenn man sich ganz bewusst dazu entscheidet?
Lass mich gerne wissen, ob dich dieser Beitrag dazu inspiriert hat und schreibe mir gerne, was du gebaut oder repariert hast. 

Eine schöne Woche wünsche ich dir.

Alles Liebe,

Eike

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